11. August 2011 · Bernd

Text von Markus Gründhammer

Leistung ohne Stäbchen und Kanten. Seit die Stäbchen über den Himmel hereingebrochen sind, raschelt es am Himmel: Das Minimum an Mehrleistung erkauften Gleitschirm-Konstrukteure durch ein Ausreizen von Sicherheitsreserven. Leistungsflügel, die als LTF B angeboten und gefeiert werden, sind in Wirklichkeit häufig rassige LTF-C-Flügel; die Piloten darunter mitunter überfordert. Die Antwort auf die Invasion der Stäbchen kommt aus der Wüste Nordafrikas: Tuareg, der LTF-B-Leistungsflügel von Wings of Change – 100 Prozent frei von Zahnstochern an der Eintrittskante, die im Falle von Kappenstörungen den Piloten arg pieksen können. Dank ultaleichtem Kappendesign (minus zwei Kilo bei selber Haltbarkeit im Vergleich zur Konkurrenz) und einer ausgefeilten Feintrimmung konnten Konstukteur Anupe und Testpilot Markus Gründhammer einen Flügel entwickeln, der "de facto gleich gut fliegt wie Modelle mit Stäbchen. Das jedoch bei deutlich höherer passiver Sicherheit", erklärt der Stubaitaler. Und das in allen Flugsituationen. "Vielfach ist der Kunde Testpilot. Das ist für mich inakzeptabel." Gründhammer weiters: "Vielen Fliegern ist nicht bewusst, dass die Kriterien der Zulassungsstellen nur einen Bruchteil der möglichen Störungen abdecken, was umgekehrt jedoch kein Vorwurf ans Gütesiegel ist: Ein Lee-Bart oder Thermikflugverhalten lassen sich nicht normiert und gleich wiederholbar testen." Die Folge: "Vielfach ist der Kunde Testpilot. Bei Wings of Change nicht. Meine Flügel müssen jede Flugsituation, von Regenschauern bis Lee-Bärten, überstehen. Erst dann kommt ein Flügel auf den Markt." Wings of Change Aus Liebe zur Perfektion. Mehr zum Tuareg: gilt auch für den Raven